ma 2026 Audio II: Stabilität schafft Vertrauen – auf Radio ist Verlass

Berlin, 15. Juli 2026

Die aktuellen Zahlen der ma 2026 Audio II zeigen: Radio bleibt fester Bestandteil des Alltags. Die Verweildauer bleibt stabil hoch und liegt damit weiterhin bei 250 Minuten auf dem Niveau der vergangenen 15 Jahre. Das ist ein Beleg dafür, wie tief Radio im Tagesablauf der Menschen verankert ist. Die Reichweite von Radio geht hingegen leicht um 0,8 % zurück, bewegt sich aber weiterhin mit 73,9 % auf einem sehr hohen Niveau. Die größte Veränderung gibt es bei den Reichweiten von Online Audio. Die Tagesreichweite steigt um 19,2 % und der weiteste Hörerkreis wächst auf 25 %.

Gleichzeitig zeigt sich, dass Radio heute mehr ist als der Fokus auf Musik. Musik bleibt zwar ein zentraler, emotionaler Bestandteil des Programms, doch immer öfter sind es die Hosts und Persönlichkeiten, verlässliche Nachrichten und regionale Inhalte, die den Ausschlag für den Einschaltimpuls geben. Die Hörerinnen und Hörer wollen Stimmen, die sie kennen, Themen, die sie unmittelbar betreffen, und Informationen, denen sie vertrauen können. Eine Entwicklung, die sich auch international zeigt: In der Techsurvey-Studie 2025 aus den USA nennen 61 % der Befragten Persönlichkeit als Hauptgrund fürs Einschalten, Musik folgt knapp dahinter mit 56 %.

Dieser Wandel resultiert auch aus einem veränderten Alltag der Menschen: die Reizüberflutung wächst. Visuelle Informationsflut und die wachsende Unsicherheit durch Deepfakes machen es immer schwerer, einzuordnen, was wirklich zählt. Genau darin liegt die besondere Stärke von Radio. Als rein auditives Medium begleitet es Menschen, ohne zusätzliche visuelle Aufmerksamkeit zu fordern. Die Moderatorinnen und Moderatoren werden dabei zu einem Anker, der die Informationsflut filtert und einordnet, wie ein Realitätscheck im Alltag.

Wie wichtig verlässliche Information und Regionalität den Menschen ist, bestätigt auch der Info-Monitor 2025 der Medienanstalten: 90 % der Bevölkerung interessieren sich für Nachrichten, 93 % für aktuelles Geschehen im Inland, 86 % für Themen aus ihrer Region und das gleichermaßen bei Jung und Alt. Bei der Meinungsbildung landen journalistisch geleitete Redaktionen mit 74 % auf Platz zwei, direkt hinter der Wissenschaft.

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